Bullemänner mit "Schmacht" in Verl zu Gast

Mit „Schmacht“, einem unterhaltsamen Mix aus Musik, Comedy, Kabarett und Theater, sind am Freitag, 2. Februar, die Bullemänner in Verl zu Gast. Die Schwergewichte westfälischer Unterhaltungskunst, Heinz Weißenberg und Augustin Upmann, präsentieren zwei Stunden kabarettistische Filetspitzen, deftige Alltagskost, satirische Sahneschnittchen und sinnfreien Quatsch mit Sauce. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Pädagogischen Zentrum der Hauptschule.

In Suchtdrup, der fiktiven Heimat der beiden Bullemänner, tut sich was: Weltbewegendes sogar! Der Suchtdruper Campingplatz ist Erstaufnahmeeinrichtung für junge Flüchtlinge. 14 Nationen sind auf dem Platz versammelt. „Drei mehr als bei Yogi Löw“, erklärt Platzwart Karl Faktor, der ein strenges Regiment führt. „Keine Verhätschelung bei der Integration“, lautet sein Motto. Denn: „Den Fehler haben wir bei den Ossis gemacht!“


Königsdramen, die sich Shakespeare nicht besser hätte ausdenken können, erschüttern das Dorf. Das große Bangen vor dem Schützenfest: Wer wird König? Es kann nur einen geben. Meistens will auch nur einer. Aber das Drama, wie der das  erleidet, was er nicht erkämpfen musste, das ist ganz großes Gefühlskino!

„Schmacht“ ist das vielleicht persönlichste Werk der Bullemänner. Sehr komisch, sehr philosophisch und sehr bekloppt. Und in diesem Programm hat sich die Pianistin Svetlana Svoroba endgültig von der „Tastenfachkraft“ der Bullemänner zur Powerfrau entwickelt: Sie brilliert mit staubtrockenem Humor, witzigen Liedern und  musikalischer Virtuosität. So schmettert sie als hinterhältige Klobürste Opernarien, schmachtet nach Liebe als „desperate Housewife“ aus der Neubausiedlung und lässt die Herzen schmelzen, wenn sie von ihrem Abschied aus der ukrainischen Heimat singt.

Die Bullemänner erzählen Geschichten aus dem Alltag – von dem, was man kennt und wie es sich verändert: Früher hatte jedes Dorf seinen Dorftrottel, da konnte man mit umgehen. Aber jetzt sie alle im Internet vernetzt. Und herausgekommen ist die AfD. Die beiden Komiker blicken aber auch über den Jägerzaun hinaus: Wie geht man in Europa mit den Flüchtlingen um? Soll man mitmischen bei Streit und Hetze? Oder wäre die Welt nicht ein Stück entspannter, folgte sie dem westfälischen Motto: „Wat kommt, wird gewickelt.“

Bei allen Problemen – ob global oder banal: Am Ende entlassen sie die Zuschauer mit der frohen Botschaft des Suchtruper Regionalheiligen Sankt Bernd: „Lieber beichten als verzichten!“ Da setzt sich sogar der Papst in seinen alten Ford Focus und brettert über die Alpen, um im westfälischen Kabarett zu finden, was ihm in Rom verwehrt ist: Himmlische Ruhe!

Karten im Vorverkauf sind ab 4. September zum Preis von 24 Euro im Bürgerservice (Rathaus) erhältlich. An der Abendkasse kostet der Eintritt 26 Euro.

 

 

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